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Paarberatung in Münster: Warum Trennung nach der Geburt?

Warum Trennung nach Geburt? Einblicke der Paarberatung in Münster

Inhaltsverzeichnis

Der Wunsch vieler Paare ist es, dass das gemeinsame Kind zum Familienglück beiträgt. Zwar sind sich werdende Eltern meist bewusst, dass mit dem Nachwuchs auch Herausforderungen einhergehen. Wie massiv die Beziehung auf die Probe gestellt werden kann, zeigt sich jedoch mitunter im neuen Alltag. Warum kommt es zur Trennung nach der Geburt? Die Einblicke der Familien- und Paarberatung in Münster bieten Hintergründe und Tipps für junge Eltern.

Gabriele Polfuß ist Diplom-Sozialpädagogin und langjährige Familien- und Paarberaterin im Münsterland. Aus ihrer Biografie als Mutter und Großmutter und ihrem Beratungsalltag ist sie mit den vielfältigen Herausforderungen in jungen Familien bestens vertraut. Im Folgenden geht sie auf häufige Gründe ein, warum manche Beziehung kurz nach der Geburt eines gemeinsamen Kindes zu scheitern drohen.

Warum Trennung nach Geburt? Einblicke der Paarberatung in Münster

Bei Paaren, die ich im Rahmen der Erziehungsberatung kennengelernt habe, wiederholten sich einige zentrale Gründe, die ich hier einmal genauer vorstellen möchte.

Große Herausforderungen für junge Eltern und Paare

Tatsächlich ist es eine schwierige Aufgabe, sich nach Geburt eines Kindes weiterhin als Liebespaar zu begegnen. Beide Eltern müssen noch lernen, mit ihren neuen Rollen umzugehen – und gleichzeitig aufeinander zu achten.

Bei den Frauen können körperliche, aber auch psychische Gründe nach einer Geburt körperliche Nähe zum Partner erschweren. Die Gynäkologie und die Beratungsstellen nach Geburt sind dafür zuständig, Frauen in besonderen Situationen beizustehen.

Bei den Männern, die vielleicht schon in der Schwangerschaft ihre Sehnsucht nach Nähe zurückgestellt haben, wird jetzt das Warten darauf besonders schwer. Einerseits erleben sie die Symbiose ihrer „ehemaligen Geliebten“ mit einem neuen Wesen und fühlen sich nicht selten dabei eher außen vor.

Frauen- und Männerrollen im Wandel – Solidarität in der Familie stärken

Vermittlung zwischen Kind und Vater durch die Mutter

In traditionellen Mann-Frau-Beziehungen ist es hilfreich, wenn die Mutter frühestmöglich dem Vater eine Art Brücke zum Kind baut. Abgesehen vom Stillen kann der Vater alle Aufgaben übernehmen oder erlernen. Dabei ist es wünschenswert, dass die Mütter großzügig und liebevoll über kleine Mängel hinwegsehen.

Väter, die von Anfang an involviert sind, haben früh eine enge Bindung zum Kind und sind auch in späteren Jahren mit der Mutter gemeinsam ein Elternpaar, bei dem sich beide bestmöglich engagieren. Das ist ausgesprochen wichtig, um frühzeitig ein harmonisches Familienleben möglich zu machen.

Von späteren Klagen der überlasteten Mütter

Und wenn anfangs nicht auf die gemeinsame Betreuung geachtet wird? Dann kommt es später zu den typischen – und oft sehr berechtigten – Klagen der überlasteten Mütter, wie z.B.:

  • Der Vater steht nachts nie auf!
  • Wickeln und baden kann er nicht wirklich!
  • Es gibt kaum Aktivitäten beider Eltern mit Kind(ern)!
  • Nur ich [Mutter] kann das Kind beruhigen!

Wird nicht von Anfang an ein gemeinsames Familienleben etabliert und erlernt, zeigen Väter in den folgenden Jahren häufig wenig Interesse an der Entwicklung der Kinder.

An Elternabenden in Kita und Schule, Kindergeburtstagen, Vorsorgeterminen bei der Ärztin usw. machen sich Väter oder Partner:innen, die ihre Rolle nie wirklich gefunden haben, in der Regel rar.

Mutter-Kind-Beziehung ohne Einfluss des Vaters?

So entsteht nicht selten eine Mutter-Kind-Beziehung, bei der sich der Vater ausgeschlossen fühlt. Frage ich als Familienberaterin in der Paarberatung in späteren Ehejahren nach den ersten Rissen oder Veränderungen in der Paarbeziehung, nennen die Männer häufig die Geburt des ersten Kindes.

Natürlich lassen sich in gleichgeschlechtlichen Beziehungen mit Kindern ähnliche Phänomene beobachten, wenn ein Elternteil sich besonders intensiv um das gemeinsame Kind kümmert.

Rückzug von Müttern, die überfordert sind

Frauen fühlen sich als Mutter oftmals überfordert und wenig wertgeschätzt. Viele haben das Gefühl, nicht mehr angemessen als Frau wahrgenommen zu werden. Häufig ziehen sie sich gerade deshalb vom Partner zurück.

Im schlimmsten Fall beginnt so ein Teufelskreis. Die Partner:innen, die den Großteil der Care-Arbeit übernehmen, fragen sich und andere dann: „Jetzt kümmere ich mich plötzlich alleine zuhause um zwei Kinder?“

Faire Aufgabenverteilung? Tipps der Paarberatung in Münster

Wie können solche Szenarien vermieden oder zumindest reduziert werden? Es gilt zu berücksichtigen, wer sich größtenteils für das wirtschaftliche Wohl der Familie engagiert und wer (dafür) mehr Familienarbeit übernimmt.

Es ist zentral anzuerkennen, dass beide Aufgabenbereiche wichtig sind und wertgeschätzt werden müssen. Idealerweise teilen sich moderne Eltern die Aufgaben fair auf – wobei auch nichts erzwungen werden sollte.

In der Realität ist es sehr selten, dass die Aufgaben wirklich halbiert werden. Deshalb ist ein gutes gemeinsames Konzept hilfreich und bedeutsam und sollte frühestmöglich installiert werden.

Hilfe durch Lebens- und Paarberatung – ehrliche Einblicke aus der Praxis

Fazit: Warum Trennung nach Geburt? Paarberatung in Münster hilft

Gemeinsame Absprachen und gegenseitiges Verständnis sind essenzielle Mosaiksteine für eine befriedigende Beziehung auch nach der Geburt eines Kindes.

Falls es dennoch nicht gelingt, als Paar den Alltag und die gemeinsame Beziehung zu meistern, ist eine Paarberatung für Eltern dringend zu empfehlen. Junge Eltern sollten damit auch nicht zu lange warten, wenn sie merken, dass sie alleine überfordert sind.

Sollte es zur Trennung und dann vielleicht auch zu Patchwork-Beziehungen kommen, werden die zu bewältigenden Lebensaufgaben nicht geringer. Im Gegenteil kommen neue und häufig größere Herausforderungen auf die Eltern zu. In den seltensten Fällen ist die frühe Trennung die einfache Lösung.

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